Unser Konzept

Das freie Spiel
Kinder lernen im Spiel – durch Ausprobieren, Beobachten, Nachahmen und Erleben. Besonders im freien Spiel entdecken sie ihre Umwelt, erweitern ihre Fähigkeiten und entwickeln ein gesundes Selbstwertgefühl. Meine Aufgabe ist es, ihnen hierfür eine sichere, anregende Umgebung zu schaffen, in der sie sich selbstständig entfalten können. Ich begleite die Kinder aufmerksam, gebe Impulse und sichere Strukturen, lasse ihnen aber Raum, eigene Erfahrungen zu machen. Durch gezielte Beobachtung kann ich den Entwicklungsstand der Kinder besser einschätzen, um sie gezielt in ihrem Lernen zu fördern. Oft ergeben sich dabei ganz neue Erkenntnisse über die Fähigkeiten und Interessen der Kinder.
Alltagsgegenstände wie Rührbesen, Decken oder Kartons regen dabei oft mehr Fantasie an als fertiges Spielzeug. Erfolgserlebnisse entstehen, wenn Kinder selbst aktiv werden dürfen – nicht, wenn man ihnen alles vorgibt. Wir nutzen das Freie Spiel täglich, auch um Ruhe und Entspannung in die Gruppe zu bringen, da viele Kinder in diesem Alter gerne für sich alleine Dinge erkunden wollen.

Eingewöhnung
In Anlehnung an das sogenannte „Berliner Model“ ergibt sich folgender Ablauf der Eingewöhnungsphase:
Für die Eingewöhnung werden zunächst drei Wochen eingeplant, in denen die Begleitperson des Kindes möglichst nicht wechseln sollte. So haben sie als Eltern ebenfalls die Chance mich als Tagesmutter besser kennen zu lernen. Wichtig ist, direkt im Anschluss an die Eingewöhnung, mit der Betreuung zu starten.
An den ersten Tagen bleiben Sie zunächst für ca. zwei Stunden gemeinsam mit Ihrem Kind in der Tagespflege. Dabei halten Sie sich weitestgehend im Hintergrund auf.
Verlangt Ihr Kind nach Unterstützung oder Trost, gehen Sie dem nach.
Am 4.Tag dürfen Sie sich zum ersten Mal kurz von Ihrem Kind verabschieden, bleiben
aber in Reichweite. Je nach Erfolg entscheidet sich die Länge des
Eingewöhnungszeitraumes.
Um es Ihrem Kind leichter zu machen, können Sie ihm einen geliebten Gegenstand von zuhause mitgeben. Weitere Infos für eine entspannte Eingewöhnungsphase entnehmen Sie bitte dem Merkblatt für Eltern „Eingewöhnung, was kann ich tun“.
Bedenken Sie bitte jederzeit Ihrem Kind ein gutes Gefühl zu vermitteln und es nicht unter Druck zu setzen. Ein Weinen beim Abschied ist ganz normal. Wichtig ist, dass Ihr Kind mir soweit vertraut, dass es sich schnell beruhigen lässt.

Partizipation
Kinder dürfen mitbestimmen, z. B. beim Spiel, Essen oder Tagesablauf. Ich nehme ihre Signale ernst – auch nonverbal. Ein „Nein“ wird respektiert.
Warum ist Partizipation wichtig?
Weil sie Selbstbewusstsein stärkt und Kinder erleben lässt: Meine Meinung zählt. Auch die Eltern sind wichtige Partner*innen in meiner Arbeit. Deshalb ist mir eine offene und vertrauensvolle Zusammenarbeit auf Augenhöhe besonders wichtig:
Tür- und Angelgespräche beim Bringen und Abholen
Mitteilungsheft für kurze Infos oder Beobachtungen